Kürzlich hat Versalis, ein Chemieunternehmen des italienischen Energieriesen Eni Group, eine strategische Partnerschaft mit dem globalen Kabelmaschinenhersteller Prysmian geschlossen, um eine spezielle Lieferkette für das chemische Recycling von Altkunststoffkabeln aufzubauen. Diese Zusammenarbeit unterstreicht die sich entwickelnde Rolle von Draht- und Kabelmaschinen bei der Förderung der Kreislaufwirtschaft.
Gemäß der Vereinbarung wird Prysmian Kunststoffabfälle aus seinem Herstellungsprozess und von Kunden zurückgegebene Altkabel sammeln. Die fortschrittlichen Draht- und Kabelmaschinen und Drahtaufwickelmaschinensysteme des Unternehmens werden eine effiziente Sammlung und Vorverarbeitung ermöglichen. Versalis wird seine proprietäre chemische Recyclingtechnologie Hoop nutzen, um diese Materialien in seinem Werk in Mantua in Norditalien zu verarbeiten. Mit dem Hoop-Verfahren können gemischte Kunststoffabfälle in Pyrolyseöl umgewandelt werden, das dann als Rohstoff für die Herstellung neuer Kunststoffpolymere verwendet werden kann. Prysmian plant, diese recycelten Polymere für die Produktion von Hochleistungs-Energiekabeln wiederzuverwenden und dabei seine Technologien für Kabelherstellungsmaschinen und PVC-Extrusionslinien zu nutzen, um nachhaltige Materialien nahtlos in die Produktion zu integrieren.
Dieses Projekt wird chemische Recyclingtechnologie in großem Maßstab anwenden, um vernetzte Kabel, die alle Polymerschichten enthalten, zu verarbeiten, wodurch ein geschlossenes Kreislaufsystem für Kabelmaterialien entstehen soll. Die Integration von Maschinensystemen zur Herstellung von Elektrokabeln wird die Effizienz und Skalierbarkeit dieses nachhaltigen Fertigungsansatzes weiter verbessern. Die gesamte Initiative zeigt, wie wichtig Innovation im gesamten Spektrum der Draht- und Kabelausrüstung, von der Materialhandhabung bis zur Endproduktion, für das Erreichen von Nachhaltigkeitszielen ist. Die beiden Unternehmen schätzen, dass mit dieser Methode etwa 60 % der Abfälle aus vernetztem Polyethylen recycelt und wiederverwendet werden können, was eine deutliche Verbesserung im Vergleich zu herkömmlichen mechanischen Recyclingmethoden darstellt. Eine zentrale Produktionsanlage wie die Kabelextrusionslinie wird bei der Verarbeitung dieser neuen recycelten Polymere zu hochwertigen Kabelummantelungen und -isolierungen von entscheidender Bedeutung sein.
Derzeit planen beide Parteien, im zweiten Halbjahr 2026 ein Pilotprojekt in Italien zu starten.

